In den letzten Jahrzehnten hat sich Musik still und leise verändert.
Nicht die Songs selbst, sondern die Art, wie sie gemastert werden. Viele Aufnahmen wurden immer lauter gemacht, damit sie im Radio, in Playlists und auf frühen digitalen Plattformen auffallen. Die Absicht dahinter war gut. Die Ergebnisse waren gemischt.
Diese Phase wurde als die Loudness Wars bekannt.
Wenn man sich die kurze Dokumentation von Waves Audio ansieht, wird sehr gut erklärt, wie es dazu kam — besser, als wir es je könnten. Dort kommen Produzenten und Toningenieure zu Wort, die damals dabei waren, und sprechen offen über den Druck der Zeit und die unbeabsichtigten Folgen.
Eine der einfachsten Arten, das Problem zu verstehen, ist visuell. In dem Clip unten sieht man, wie sich Wellenformen verändern, je weiter die Lautheit nach oben getrieben wird. Am Anfang hat Musik Form und Raum. Mit zunehmender Kompression verschwindet diese Form langsam.